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  • Elefant

  • Goldfluss

  • auch in grüner Jade und Orangencalcit erhältlich 

  • Größe ca.3,5x7,0x5,0cm 

  • Preis 24,- Euro



Türkis zählt zu den ältesten Schmucksteinen und hat mit seinen zarten Pastelltönen schon seit dem Altertum viele Völker in seinen Bann gezogen. Er schmückte die Herrscher des antiken Ägypten, der Azteken (und wahrscheinlich auch der vor-kolumbianischen Mesoamerikaner), der Perser und Mesopotamier, sowie Adlige im Indus und teilweise auch im antiken China seit der letzten Shang-Dynastie. Türkis gelangte mit den Händlern der Seidenstraße das erste Mal nach Europa. Zur Biedermeierzeit waren besonders die himmelblauen Farbvariationen sehr beliebt.


In der Schmuckindustrie wird er aber erst seit dem 14. Jahrhundert verarbeitet, da dieser Zeitpunkt den damaligen Machtverfall der Katholischen Kirche markiert, die ihn bis dahin für kirchlichen Schmuck benutzte. In Indien war er bis zur Zeit der Mogule und in Japan bis zum 18. Jahrhundert unbekannt. Türkis wurde von vielen dieser Völker prophylaktische Fähigkeiten nachgesagt. So soll er angeblich je nach Gesundheitsstand des Trägers seine Farbe ändern und vor bösen Mächten beschützen.


Heutzutage findet man Türkis im Westen meistens „en cabochon" in Silberringen, Armbändern, die im indianischen Stil gefertigt wurden oder als grob gefertigte Perlen in Halsketten. In geringerem Maße wird Türkis auch bei den Zuni für Schnitzereien im Fetischismus benutzt. Tiefblaue Töne werden nach wie vor als wertvoll angesehen, jedoch sind grünstichige oder gelbe Stücke bei Künstlern sehr beliebt. In der westlichen Kultur ist der Türkis der traditionelle Geburtsstein für all diejenigen, die im Monat Dezember geboren wurden.


Türkis-Schmuck in Ägypten


Durch Grabbeigaben ist belegt, dass die alten Ägypter Türkis bereits seit Vordynastischer Zeit (etwa 5500 v. Chr.) als Schmuckstein verwendeten. Die berühmtesten Stücke dürften allerdings aus Tutanchamuns Grab stammen. Besonders die Totenmaske des Pharaos, großzügig mit Türkis verziert, ist allgemein bekannt. Die ägyptischen Goldschmiede verwendeten ihn auch bei Ringen, üppigen Halsketten und Pektoralen. Türkis ist in goldenen Flechterein ebenso zu finden wie als Material für Amulett-Schnitzereien (Skarabäus), die man des Weiteren mit Karneol, Lapislazuli und später auch mit gefärbtem Glas verzierte. Türkis war der Edelstein der ägyptischen Göttin Hathor und war bei den antiken Ägyptern so begehrt, dass er als einer der ersten Edelsteine imitiert wurde. Zur Herstellung dieses helleren Stoffes glasiert man das Keramikprodukt Fayence. Eine ähnlich blaue „Keramik" aus der Bronzezeit ist in einer Grabstelle auf den Britischen Inseln entdeckt worden.


Die Franzosen unternahmen in Ägypten archäologische Ausgrabungen von der Mitte des 19. bis in das frühe 20. Jahrhundert. Diese Ausgrabungen, zu denen auch die Grabkammer Tutanchamuns gehört, weckten großes Interesse in der westlichen Welt und beeinflussten dadurch den Schmuck, die Architektur und die Kunst der Zeit. Türkis, der wegen seiner Farbgebung bereits seit 1810 begehrt war, wurde zum Markenzeichen der Egyptian Revival Stücke.


Türkis-Schmuck in Asien


In Tibet und der Mongolei wurden und werden Cabochons mit importiertem Türkis und Korallen sehr oft in der Silber- und Goldschmuckindustrie verwendet. Grünere Steine werden hierbei oft bevorzugt. Heutzutage werden diese Stücke oft für den westlichen Markt hergestellt und sind nur noch eine inakkurate Darstellung des ursprünglichen Designs. Der Türkis wird grob zu unregelmäßigen Cabochons poliert und in Silber gefasst.


Türkis-Schmuck bei den Azteken und anderen amerikanische Kulturen


Türkis-Anhänger der Anasazi-Kultur (11. Jahrhundert)Die Azteken gestalteten mit Türkis, aber auch Gold, Quarz, Malachit, Gagat, Jade, Korallen und Muscheln abschreckende, und wahrscheinlich rituelle, mit Mosaik verzierte Objekte, wie beispielsweise Masken, Messer und Schilde. Als Untergrund für ein Mosaik konnten Holz, Knochen und Muscheln und als Kleber Harze, Bitumen sowie Wachs dienen.


Neben den Azteken schätzten auch die Pueblo, Diné und Apachen den Türkis als Schmuckstein. Sie benutzten ihn für Amulette und die Apachen sagten ihnen unterstützende Kräfte beim Bogenschiessen nach. Türkis wurde von diesen Völkern auch noch bei der Verzierung von Skulpturen, ringförmiger Perlen und Anhängern benutzt. Die Anasazi des Chaco Canyon und seiner angrenzenden Gebiete sollen durch Türkishandel sehr reich geworden sein. Der einzigartige Silberschmuck der Navajo und anderer südwestamerikanischer Indianerstämme ist jedoch eine eher neuzeitliche Erscheinung und wird den europäischen Einflüssen des 19. Jahrhunderts zugeschrieben.


Türkis-Schmuck in Persien


In Persien war Türkis seit Jahrtausenden der Nationaledelstein. Er wurde zur Dekoration verschiedenster Alltagsobjekte (Turbane), Moscheen und anderer wichtiger Gebäude wie der Madrassa-I Schah Hussein Moschee in Isfahan eingesetzt. Während des Mogul Kaisertums kam der persische Stil und Gebrauch von Türkis auch nach Indien, wo man ihn in edlem Goldschmuck (zusammen mit Rubinen und Diamanten) und Gebäuden wie dem Taj Mahal bewundern kann. Persischer Türkis wurde oft mit arabischer Schrift graviert und dann mit Gold verziert.

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